Alles neu bei der Bezirksoberliga-mannschaft der HSG Obertshausen-Heusenstamm:

Trainer Robert Linek hat die Damen-Mannschaft übernommen – sein erstes Team im Aktivenbereich und seine erste Damenmannschaft. Joachim Geiger sprach vor dem Rundenbeginn am 17. September mit dem Trainer

 

Robert, wie war Dein Einstieg bei der HSG und Deine erste Vorbereitung auf die neue Saison?

Robert Linek: Es macht großen Spaß mit den Mädels. Alle sind engagiert und motiviert.

 

Worauf hast Du in der Vorbereitung besonders Wert gelegt?

Wir haben natürlich gezielt an Kondition, Kraft und Fitness gearbeitet. Ein besonderer Schwerpunkt waren darüber hinaus das Angriffsspiel und die Taktik.

 

Wie fällt Dein Fazit aus?

In der Mannschaft steckt Potenzial. Mein Vorgänger Philipp Keller hat gute Arbeit geleistet. Vor allem die Abwehr steht sehr gut. Nun ist es noch wichtig, in der Offensive flexibler und unberechenbarer zu werden.

 

Wie groß ist das Aufgebot?

Auf dem Papier sind es 19 Spielerinnen. Allerdings fallen zwei aus, weil sie Mutter geworden sind, zwei weitere sind verletzt. Vor allem die Verletzung von Kreisläuferin Marsha Langkamm macht uns Sorgen. Das hat die gute Stimmung zuletzt ein bisschen getrübt.

 

Was ist Dein Ziel in der kommenden Saison?

Auf jeden Fall wollen wir den Klassenerhalt schaffen. Das wird schwerer als bisher, weil die Staffel anders zusammengesetzt ist und es drei, statt bisher zwei Absteiger sein werden. Außerdem sind es zwei Spiele mehr als bisher. Letzte Saison hatte das Team 13 Punkte. Nun sollten wir schon zwanzig Punkte holen, um auf der sicheren Seite zu sein. Aber ich traue das der Mannschaft zu, auch wenn die Klasse schwer einzuschätzen ist.

 

In den Vorbereitungsspielen gab es sehr unterschiedliche Resultate. Wie zufrieden bist Du damit?

 

Wir haben gegen die A-Klasse-Mannschaften der SG Arheilgen und FSG Groß-Zimmern/Dieburg gewonnen, zuletzt gegen den Landesligisten FSG Odenwald verloren, aber ein gutes Spiel gemacht. Auch gegen den Aufsteiger in die BOL Darmstadt, die TSG Walldorf II, haben wir verloren. Gegen die SG Babenhausen, Aufsteiger in die BOL Odenwald/Spessart, haben wir hingegen dann wieder mit vier Toren Vorsprung gewonnen. Insgesamt können wir also zufrieden sein.

 

Warum hast Du nach vielen Jahren in der Jugendarbeit eine Damenmannschaft übernommen?

Um ehrlich zu sein, war das eher Zufall. Die Nähe zu meiner Arbeitsstelle in

Neu-Isenburg und die Trainingszeiten haben gepasst. Nun bin ich super froh über diese Entscheidung. Hier stimmt einfach alles und es macht einen Riesenspaß. Der Zusammenhalt ist groß und es ist klasse, ein Teil davon zu sein.

 

Was muss trotzdem noch besser werden?

Das ist kein Geheimnis. Im weiblichen Jungendbereich sind wir aktuell nicht gut aufgestellt. Natürlich ist die HSG Obertshausen/Heusenstamm hier nicht allein betroffen. Es gibt viele Vereine, denen es so geht und es kostet sicher einige Anstrengung, was zu bewegen, aber ohne Engagement geht es nicht. Und damit meine ich nicht, wie einige Vereine es machen, einfach nur eine Interessengemeinschaft mit anderen Vereinen einzugehen und sich darauf dann auszuruhen, sondern eine aktive Jugendarbeit im männlichem und weiblichen Bereich, verteilt auf vielen Schultern. Je mehr Personen involviert sind und je vielfältiger das Engagement ist, umso besser.

 

Rundenstart ist am 17. September um 17 Uhr mit einem Heimspiel gegen die HSG Preagberg. Gespielt wird im Sportzentrum Obertshausen in der Badstraße.

 

 

Zur Person:

Robert Linek ist 40 Jahre alt, wohnt in Groß-Zimmern und mit der Handballerin Petra Schütz (FSG Dieburg/Groß-Zimmern) liiert. Als Spieler war er aktiv bei TSV Pfungstadt (Ober- und Bezirksliga), SG Arheilgen (Bezirksliga), SG Crumstadt/Goddelau (BOL), TV Groß-Rohrheim (Bezirksliga) und MSG Groß-Zimmern/Dieburg (Bezirksliga). Trainiert hat er Jugendmannschaften bei TSV Pfungstadt, JSG Crumstadt/Goddelau und der JSG Groß-Zimmern/Dieburg. Im Dezember 2016 hat er die C-Lizenz erworben.