Neuer Trainer der Herrenmannschaft im Interview

Chris Hein hat die Mannschaft der HSG Obertshausen/Heusenstamm in der Handball-B-Klasse übernommen. Sein Vorgänger Sven Dankelmann steht weiterhin als Spieler zur Verfügung. Joachim Geiger sprach mit dem neuen Trainer über dessen Vorstellungen und Ziele nach der jüngsten Heimniederlage gegen den SV Langenselbold.

Chris, wieso hast Du Dich entschlossen, mitten in der Saison bei der HSG Obertshausen/Heusenstamm einzusteigen?

Chris Hein: Ich bin von Sven gefragt worden, den ich aus dem Handballbezirk Wiesbaden kenne. Mit meiner Familie bin ich nach Hanau umgezogen und wollte nicht mehr ständig nach Wiesbaden fahren,- Insofern hat sich das gut getroffen.

Und wieso nicht erst zur nächsten Saison?

Ich finde es sinnvoll, die Mannschaft jetzt schon kennenzulernen.

Was fehlt der HSG im Vergleich zu einem der führenden Teams wie Langenselbold?

Ein ruhiger Kopf. Das Potenzial in der Mannschaft ist durchaus vorhanden, muss aber auch abgerufen werden. Zudem gilt es,  bei den technischen Voraussetzungen noch einiges rauszukitzeln.

Wie sind die ersten Eindrücke im Training?

Die meisten sind sehr fleißig.  Die Mannschaft hat mich auch sehr positiv aufgenommen.

Welche Ziele hast Du als Inhaber der B-Lizenz mit ein einer B-Klassen-Mannschaft?

Es ist natürlich schon eine andere Liga. Aber ich denke, ich kann die Spieler individuell und als Mannschaft weiterentwickeln. Ich möchte junge  Spieler integrieren.  Vor allem ist mir wichtig, dass jeder flexibler einsetzbar ist. Auch beim Wurf- und beim Entscheidungsverhalten ist noch Luft nach oben.

 

 

Zur Person:

Chris Hein ist 33 Jahre alt. Seine aktive Laufbahn musste er bereits mit 19 Jahren nach einem Schulterbruch beenden. Dem Handball blieb er als Trainer treu und erwarb  die C-.Lizenz und dann die B-Lizenz, Erste Erfolge feierte er mit der Jugendmannschaft der TuS Kriftel, die er in der Oberliga Hessen zu Vizemeisterschaft führte, Anschließend war er Trainer in der Bezirksoberliga bei der TGS Langenhain und der MSG Sulzbach/Niederhofheim.

Trainerteam leistet im richtigen Moment auf der Platte

Gestern Abend stand parallel zum Finale der Weltmeisterschaft auch das Spiel unserer Herren gegen die HSG Preagberg II an. Nach einer Woche Pause wussten wir nicht genau, wo wir stehen, da die Leistungen der vergangenen beiden Spieler doch unterschiedlicher nicht sein konnten.

Ohne unseren grippegeschwächten Spielmacher Keller starteten wir mit einer 5:1-Abwehr um Rückkehrer Bauer in die Partie. Die Abwehr funktionierte in den ersten Minuten gleich hervorragend, die Ballgewinne übersetzten wir dank schnellem Umschaltspiel und konzentrierten Spielzügen in eine 5:0-Führung. Hier half uns auch eine frühe, zweiminütige doppelte Überzahl, die durch Undiszipliniertheiten unserer Gegner zustande kam. Doch dann holte uns schon wieder diese unerklärliche Schwächephase, die uns in dieser Saison schon so viele Nerven und Punkte kostete, wieder ein. Im Angriff versuchte jeder durch Einzelaktionen zum Erfolg zu kommen oder es gelang uns einfach nicht, den Ball zu fangen. Schnell stand es 5:4 und Trainer Dankelmann sah sich zu einer Auszeit gezwungen. Im Anschluss daran stabilisierte sich unser Angriffsspiel etwas, vor allem von den Halbpositionen aus waren wir torgefährlich. Über 8:4 und 8:7 gingen wir mit 11:8 in die Halbzeit.

Doch nach der Pause verschliefen wir den Start komplett, das Spiel drohte uns aus den Händen zu gleiten. Nach nicht einmal acht Minuten waren Führung und Auszeit weg. In der Offensive scheiterten wir immer wieder an uns selbst, das Positionsspiel war zu dieser Phase des Spiels recht unsortiert und in der Abwehr ließen wir unseren Gegenspielern ein paar Zentimeter mehr Platz als in Halbzeit eins, sodass diese zu einfacheren, unbedrängten Abschlüssen kamen. Doch unser Torhüter Messer war – nicht nur in dieser Phase des Spiels – ein guter Rückhalt, sodass wir nicht in Rückstand gerieten. Dank einiger Geistesblitze unseres Außens van Lith setzten wir uns auf 16:13 ab, beim 16:16 war dieser Vorteil wieder dahin. Trainer Dankelmann erkannte das Fehlen eines strukturgebenden Spielmachers auf dem Platz und setzte sich selbst ein. Nun spielten wir endlich wieder mit Ruhe und Konsequenz unsere Spielzüge, sodass wir die Lücken in der gegnerischen Abwehr wieder besser nutzen konnten und das Spiel schließlich mit 21:17 für uns entscheiden konnten. Alles in allem steht ein glücklicher Sieg, das Spiel hätte gut und gerne auch in die andere Richtung kippen können. Zu verdanken haben wir den Sieg auch unserem fairen und diszipliniertem Spiel in der Abwehr, es wurden 0 zu 6 Zeitstrafen ausgesprochen, was uns den Vorteil einbrachte, 12 Minuten mit einem Spieler mehr zu spielen.

HSG Obertshausen/Heusenstamm – HSG Preagberg II 21:17 (11:8)

Es spielten: Messer,M. – Schmidt,S. (5), van Lith (4/1), Gödicke (4), Bauer (2), Dankelmann (2/1), Friedrich (1), Saeedi (1), Justus (1), Frischkorn (1), Blümmel, Hartlieb, Schink

Auch der Kopf gehört zum Handball

Am Sonntag Abend stand unser zweites Spiel innerhalb von 3 Tagen an, wir waren bei der HSG Neu-Isenburg/Zeppelinheim zu Gast. Das Hinspiel haben wir nach anfänglichen Problemen noch recht deutlich gewinnen können. Genauso hatten wir uns das für das Rückspiel vorgenommen, wobei wir auch an den letztlich souveränen Sieg gegen den HSV Nidderau anknüpfen wollen.

Doch es kam anders als gedacht. Das Spiel begann sehr ausgeglichen. Wir lagen nach dem ersten Angriff 0:1 in Führung, Isenburg glich aus. So ging es bis zum 7:7 Mitte der ersten Halbzeit. Dies lag vor allem daran, dass es den Neu-Isenburgern immer wieder gelang, einfache Tore zu erzielen. Wie bereits im Hinspiel nutzten sie vor allem einen Nachläufer-Spielzug, mit dem sie unsere Abwehr ein ums andere Mal in Verlegenheit brachten. Dem konnten wir in der Anfangsphase ein recht erfolgreiches eigenes Angriffsspiel entgegenstellen, sodass es eben keiner Mannschaft gelang, sich entscheidend abzusetzen. Aber bereits zu diesem Zeitpunkt war klar, dass sich unsere Abwehr würde steigern müssen, um das Spiel für uns erfolgreich zu gestalten. Nun der Bezug erste zum Titel dieses Berichts. Unser Mittelspieler Keller, der in den ersten Minuten das Spiel noch ordentlich lenken konnte, wurde mit zwei Schlägen auf den Kopf – genauer: auf die Nase – außer Gefecht gesetzt. Leider blieben diese ungeahndet und so gelang es Isenburg, sich in Gleichzahl etwas abzusetzen, da uns im Angriff weniger gelang. Wir hatten immer mehr Probleme damit, die Isenburger Abwehr und den zugehörigen Torhüter zu überwinden, während unsere Gegner immer wieder von der 6m-Linie aufs Tor werden konnten. Dies schafften sie durch den bereits erwähnten Spielzug, aber auch aufgrund mangelnder Aufmerksamkeit in der Abwehr. Waren wir einmal am Mann, so gab es meist einen Siebenmeter, gegen den – so wie auch gegen die anderen Würfe – unsere Torhüter nichts ausrichten konnten. Für sie war es ein sehr undankbares Spiel. Nach einem 10:8 konnten wir zwar noch einmal ausgleichen (10:10), doch Isenburg setzte sich bis auf 15:11 zur Pause ab.

Auch diesen Spielstand hätten wir noch drehen können, zumal bereits gegen Ende der ersten Halbzeit deutlich wurde, dass die Isenburger nicht mit der besten Kondition ausgestattet waren. Aber wie im Titel erwähnt, gehört auch der Kopf zum Handball dazu und diesen wussten die Isenburger auszunutzen. Mit all ihrer Erfahrung spielten sie die gesamte zweite Halbzeit über Angriffe, die weit über 60 Sekunden dauerten. Leider wurde dies vom Unparteiischen gestattet, sodass unsere Abwehr damit eingeschläfert wurde und die entstehenden Lücken zum Torerfolg genutzt werden konnten. Da wir uns im Angriff nicht entscheidend steigern konnten und bei einigen Abschlüssen das Pech dazu kam, da wir entweder Fouls, mit denen klare Torgelegenheiten verhindert wurden, keine Siebenmeter bekamen oder nicht ins Tor sondern ans Aluminium trafen, konnten wir den Rückstand nie auf weniger als 3 Gegentore verringern. Am Ende gaben wir uns offensichtlich auf, sodass Neu-Isenburg das Ergebnis in Überzahl sogar noch auf 7 Tore Abstand (29:22) ausbauen konnte.

Mit dieser Niederlage können wir nicht nur von unseren Aufstiegsambitionen verabschieden, wir blieben an diesem Tag auch den Nachweis über die Berechtigung der Zugehörigkeit in der B-Klasse schuldig. Falls es uns nicht gelingen sollte, wieder an die Leistungen aus dem Nidderau-Spiel anzuknüpfen, können die nächsten Monate noch sehr ungemütlich werden.

Noch ein weiterer Bezug zur Überschrift: Bei einem Duell um den Ball hob unser Spieler P. Schmidt so spektakulär ab, dass er sich am Hinterkopf verletzte. Auch hier sieht man: Er gehört zum Handball dazu. Bleibt zu hoffen, dass wir alle unseren wieder finden, damit wir endlich wieder den Handball zeigen, den wir zu Spielen imstande sind.B

HSG Neu-Isenburg/Zeppelinheim – HSG Obertshausen/Heusenstamm 29:22 (15:11)

Messer,P., Messer,M. – Saeedi (5), Keller (5/2), van Lith (4/1), Gödicke (3), Frischkorn (3), Blümmel (1), Schmidt,S. (1), Schmidt,P., Schink, Justus, Friedrich

Hohe Laufleistung wird mit Kantersieg belohnt

Am gestrigen Donnerstagabend stand ein Nachholspiel vom Ende der Hinrunde an: Der HSV Nidderau war in der Badstraße zu Gast. Sogar einige Besucher hatten sich zum Spiel in die Halle verirrt, sodass sich die Mannschaften trotz der ungewohnten Spielzeit auf Unterstützung verlassen konnten. Das Trainerteam machte die Mannschaft im Vorfeld auf die Besonderheiten solcher Spiele aufmerksam und forderte die volle Konzentration der Spieler.

Das Spiel begann ordentlich, mit einem ersten Tempogegenstoß gingen wir 1:0 in Führung. Im weiteren Verlauf der Anfangsphase stand die 5:1-Abwehr sehr stabil. Immer wieder gelang es, die Gegner zu schwierigen Abschlüssen oder Fehlpässen zu zwingen. Allerdings waren wir am Anfang des Spiels nicht in der Lage, daraus Kapital zu schlagen, da wir in der ersten Halbzeit Schwächen im Passspiel und in der Chancenverwertung zeigten. So ließen wir Nidderau ins Spiel kommen und in der ersten Halbzeit einige Tore über die Außen erzielen; aus der 2:0-Führung wurde ein 3:3. Mitte der ersten Halbzeit bekamen wir unsere Chancenverwertung besser in den Griff. Da wir im Positionsangriff und auch direkt nach Gegentoren durch Spielzüge einfache Tore erzielen konnten und die Kondition der Nidderauer nachließ, konnten wir uns über 11:6 zum Halbzeitstand von 13:9 etwas absetzen – ein trügerischer Zwischenstand, oft genug haben wir gegen Nidderau sicher geglaubte Siege hergeschenkt.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit wollte aber niemand von uns Zweifel am Sieg aufkommen lassen. Mit einem 6:0-Lauf schraubten wir das Ergebnis auf 19:9, das Spiel war entschieden. Als unser Spielfluss unter den vielen Auswechslungen etwas litt, kam Nidderau noch einmal auf 7 Tore (20:13) heran. Doch da wir unsere Tempogegenstöße nun besser ausspielten und Abwehr und Torhüter gemeinsam weiter einen guten Job machten, konnten wir das Endergebnis mit dem 30:16 doch noch sehr deutlich gestalten.

Mit einer Leistung wie in der zweiten Halbzeit (insgesamt 17:7), sind wir in der Lage, viele Gegner aus der B-Klasse zu schlagen. So sind die 8 Verlustpunkte eigentlich unerklärlich zustande gekommen. Bei konsequenterer Chancenverwertung hätte da Ergebnis auch noch höher ausfallen können. Am Wochenende haben wir in Neu-Isenburg gleich die Gelegenheit, an die gezeigten Leistungen anzuknüpfen und die nächsten beiden Punkte zu sammeln.

Nicht mehr zur Verfügung stehen wird der Spieler Ochs, der die folgenden Jahre nicht mehr in unserer Region verbringt. Verabschiedet hat er sich mit den Toren 29 und 30 am gestrigen Abend.

HSG Obertshausen/Heusenstamm – HSV Nidderau 30:16 (13:9)

Es spielten: Messer, P., Messer, M.; Keller (9/2), van Lith (6/1), Justus (3), Saeedi (2), Ochs (2), Gödicke (2), Schink (2), Frischkorn (2), Blümmel (1), Hartlieb (1), Friedrich, Schmidt,S.

St. Nikolausmarkt 2016 in Heusenstamm

Am kommenden Wochenende sind unsere Mannschaften spielfrei (außer mD). Dafür sind die Handballer wieder auf dem Nikolausmarkt in Heusenstamm vertreten (Stand Nr.135).

Am Samstag von 15:00 bis 20:00 Uhr und Sonntag von 14:00 bis 20:00 werden Schnitzelbrötchen, Glühwein und Orangensaft angeboten.

Für Erwachsene haben unsere „Druidinnen“ einen womöglich zauberhaften Trank vorbereitet.

Wir würden uns über zahlreiche Gäste und einen guten Umsatz freuen.

 

Der Vorstand

 

Veröffentlicht unter Verein